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Manfred Mehl

Manfred Mehl wurde 1939 in Schneidemühl/Posen (Grenzmark) geboren. Die Flucht von 1945 führte ihn mit seiner Mutter zunächst zu Verwandten nach Erfurt. 1949 Übersiedlung in die britische Besatzungszone in die Nähe von Hildesheim.
Von 1949 bis 1958 besuchte er das Humanistischen Gymnasiums Andreanum, wo durch eine bedeutende Bibliothek sein Interesse an der Antike und am Mittelalter geweckt wurde. Bereits seine Jahresarbeit vor dem Abitur verfasste er über die Geldgeschichte.
Von 1958 bis 1964 studierte er in Hamburg Griechisch, Latein, alte Geschichte und Archäologie sowie Slawistik. Seit 1966 war er dann im Hamburger gymnasialen Schuldienst tätig (1968 Studienrat, 1972 Oberstudienrat). Sein Hauptfach Griechisch konnte er dabei jedoch kaum noch anwenden, dagegen lehrte er über lange Jahre Russisch und zuletzt Latein und Sport (Rudern).
Seit seiner Pensionierung im Jahr 2002 widmet er sich intensiv der Numismatik.
Schon seit 1969 ist Manfred Mehl Mitglied im "Verein der Münzenfreunde in Hamburg e.V.", dessen Vorsitzender er seit 1990 ist.
Bekannt ist er vielen Sammlern durch seine zahlreichen Fachbeiträge in Zeitschriften (ca. 150) zur Münz-, Papiergeld- und Geldgeschichte allgemein sowie durch seine Buchpublikationen.
Für seine herausragenden Leistungen auf dem Gebiet der Numismatik wurde er 1995 mit der Dankes-Medaille des Landtagspräsidenten von Sachsen-Anhalt, 1998 mit dem 2. Preis des AINP (Internationaler Münzhändler-Verband), 2003 mit der Goldenen Ehrennadel der Stadt Hildesheim und mit dem Eligius-Preis der Deutschen Numismatischen Gesellschaft sowie 2006 mit dem ersten Preis des AINP geehrt.
Seine umfangreiche numismatische Bibliothek zählt zu den größten ihrer Art in Deutschland.

Arbeit an Publikationen und Bibliographie

1970 – 1985

Harry Rosenberg (Bearb. Manfred Mehl): Die Banknoten des Deutschen Reiches ab 1871,
Pröh Berlin, insgesamt 5 Auflage

1971

Karl Lund / Manfred Mehl: Das Papiernotgeld von Schleswig-Holstein und Hamburg 1914 1923,
Pröh, Berlin

1972

Manfred Mehl: Das Papiernotgeld von Mecklenburg und Vorpommern, Pröh, Berlin

1974

Harry Rosenberg (Bearb. Manfred Mehl): Spendenabzeichen des WHW, Pröh, Berlin

1975

Manfred Mehl: Das Papiernotgeld von Ostpreußen, Westpreußen und Posen 1914 – 1923,
Pröh, Berlin

1985 – 1999

Holger Rosenberg (Bearb. Manfred Mehl): Die Banknoten des Deutschen Reiches ab 1871, Rosenberg, Hamburg und Gietl, Regenstauf, insgesamt 6 Auflagen

1987 – 1995

Ca. 100 Begleittexte mit Hinweisen zur Wirtschaftsgeschichte für das Banknoten-Abonnement der Firma MDM, Braunschweig

1995

Die Münzen des Bistums Hildesheim, Teil 1 bis 1435, Bernward, Hildesheim

1998

Die Münzen der Grafen von Barby und Mühlingen, Eigenverlag, Hamburg
Deutsche Serienscheine von 1918 – 1922, Gietl, Regenstauf

1999

Holger Rosenberg (Bearb. Manfred Mehl / Hans-Ludwig Grabowski): Die deutschen Banknoten ab 1871, Gietl, Regenstauf

2002

Die Münzen des Bistums Hildesheim, Teil 2. bis 1783, Eigenverlag, Hamburg

2003

Hans-Ludwig Grabowski / Manfred Mehl: Deutsches Notgeld, Band 1 und 2: Deutsche Serienscheine 1918 – 1922, Gietl, Regenstauf

2004

Manfred Mehl (Hrg.): Delectat et docet – Festschrift zum 100jährigen Jubiläum des Vereins der Münzenfreunde Hamburg, Gietl, Regenstauf

2006

Manfred Mehl: Die Münzen des Stiftes Quedlinburg, Eigenverlag, Hamburg
Manfred Mehl: Die Münzen der Grafen von Falkenstein, Abhandlung in der Monografie "Burg Falkenstein" der Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt, Dößel